Schmerzen: Signal mit SinnSie können pochend, stechend oder krampfartig sein – und akut oder chronisch

Wenn etwas schmerzt, tut es weh. Das gilt für die Seele wie für den Körper. Prinzipiell ist organisches Schmerzempfinden sinnvoll und wichtig, weil mit der Übertragung des Schmerzes von den Nozizeptoren über das Rückenmark dem Gehirn signalisiert wird: „Achtung! Hier ist etwas nicht in Ordnung!“ Das funktioniert bei Bauchschmerzen ebenso wie bei Verletzungen oder Verbrennungen.

Sind Schmerzen chronisch, also dauerhaft, steckt meistens eine ernsthafte Erkrankung dahinter. Bei alltäglichen Verletzungen wie Stößen, Stürzen oder Schrammen sind die Folgen vor allem akute Wund-, Muskel- oder Gelenkschmerzen. Sie bedeuten, dass Gewebe geschädigt wurde.

Muskelschmerzen

Der Bewegungsapparat wäre ohne Muskeln undenkbar. Sie stützen ihn und führen die Bewegungen aus. Genau dabei können auch Schmerzen entstehen: durch eine falsche, eine zu heftige oder auch zu wenig Bewegung. Muskelschmerzen können verschiedene Gründe haben – und sowohl akut als auch chronisch sein.

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Gelenkschmerzen

Sie sollen gefordert, aber nicht überfordert werden, damit sie funktionstüchtig bleiben: Gelenke brauchen Bewegung, keine Belastung. Mit zunehmendem Alter bleibt es oftmals nicht aus, dass sie sich steifer anfühlen und weh tun. Auch entzündliche Krankheiten oder Sport können Gelenkschmerzen verursachen.

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Schürfwunden bei stumpfen Verletzungen

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die eine große Wirkung erzeugen. Schürfwunden sind solche Dinge. Eigentlich ist nicht viel passiert, die oberste Hautschicht weggeratscht, etwas Blut kommt vielleicht – im Ergebnis erzeugen sie jedoch einen gefühlt unverhältnismäßig brennenden Schmerz. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, an der Luft heilen sie am besten, ist es besser, wenn sie etwas länger feucht gehalten werden und weiter nässen, damit Bakterien und abgestorbene Zellen nach außen transportiert werden.

Der Schmerz-Verlauf

(1) Im Körper und in der Haut existieren freie Nervenenden, sogenannte Nozizeptoren, die Schmerz in elektrische Signale umwandeln und weiterleiten.

(2) Wirkt also ein Schaden auf Gewebe ein, wie bei einer Verletzung, werden diese Signale zuerst an das Rückenmark weitergeleitet.

(3) Vom Rückenmark aus wird die Motorik aktiviert: „Loslassen!“, „Weg da!“, oder was immer nötig ist, um der Schmerzquelle zu entgehen.

(4) Das Hirn verarbeitet die Botschaft, dass etwas weh tut, und steuert weitere Gegenmaßnahmen, um den Schmerz zu bekämpfen. Ohne Schmerzempfinden wäre der Mensch großer Lebensgefahr ausgesetzt.